Ausgangslage

Ein Gartenbauunternehmen sucht einen neuen Eigentümer, da der jetzige Besitzer altersbedingt kürzer treten möchte. Leider wollte kein Nachkommen das Unternehmen übernehmen, da die heutige Konkurrenzsituation schwierig ist. Ein Venture-Capitalist analysiert das Unternehmen. Der Kapitalgeber möchte sich im Gartenbereich positionieren, da die Konsumenten immer mehr Geld in die Gartenanlagen investieren.

Da mit der Digitalisierung im Gartenbereich ein grosses Potential besteht, möchten sie sich darauf spezialisieren.

Die Analyse ergab, dass von den rund 70 Mitarbeitern ein sehr breites Portfolio angeboten wird. Unter den rund 350 Kunden waren 40 % Stammkunden, darunter auch Genossenschaften und Immobilienverwaltungen. Die Gespräche mit den Vorarbeitern ergaben folgendes Bild: Rund 40 % der Kunden sind vermögend und offen für neue Ideen. Sie kaufen Sachen aus Fernost und scheitern dann bei der Installation. Sie vertrauen den einzelnen Mitarbeitern und würden vermutlich weniger loyal sein, wenn andere Ansprechpersonen eingesetzt würden. Jedes Projekt ist einzigartig, da unterschiedliche Produkte eingesetzt werden müssen. Meist bringt der Kunde die Sensoren etc. und die Arbeiter müssen sich in die Anleitung lesen und zuletzt muss dann doch ein Elektriker eingebunden werden. Somit entsteht immer das Thema, wer welche Kosten übernehmen muss.

Der Venture-Capitalist ist zusätzlich bei einem grossen Steinbruch in der Maggia, sowie einem Exoskelett Hersteller beteiligt und möchten die Synergien nutzen. Daher wird das Unternehmen übernommen.

Projektziele

  • Projekte zur Minimierung der Krankheitskosten durch den Einsatz von Exoskelett z.B. beim Verschieben von schweren Lasten, was vielmals zu Unfällen führen.
  • Aufbau von 10 Referenzkunden, die einen voll digitalisierten Garten von uns umsetzen.
  • Positionierung der Steine aus der Maggia, um ökologisch die beste Lösung anbieten zu können.
  • Verkauf von Sensoren, Apps etc. um einen Standard zu erreichen.

Projektvorgehen

Die Projektkalkulationen werden analysiert. Es wird beschlossen das obere Segment auszubauen. Dies da die Konkurrenz im unteren Segment zu gross ist und die Preise teilweise unter Selbstkosten offeriert werden, nur um die Auslastung sicherstellen zu können.

Da sich durch die Digitalisierung auch der Gartenbau ändert, aber es keine Spezialisten gibt, wird insbesondere diese Generalisierung als Wettbewerbsvorteil angenommen. Viele der Sensoren, Soundsysteme, Bewässerungsanalgen sowie Sprühnebler etc. können vom Kunden selber installiert werden. Treten jedoch Probleme auf, kann niemand helfen. Nur schon ein Update eines Sensors könnte zu Problemen führen. Der Hersteller des Sensors verweist den Kunden an den Elektriker, dieser zum Internet-Provider und wieder zurück. Also möchte der Gartenbauer als GU auftreten. Sie schulen die Mitarbeiter auf die wichtigsten Sensor Themen und werben zusätzlich 2 Elektriker und 1 Soundtechniker an.

Mit Hilfe einer Drohne sowie einer 3D Kamera wird jeweils das Land des Kunden aufgenommen und vermessen. Die Gartenbauprojekte werden dem Kunden in 3D gezeigt. Mit einer VR Brille sieht der Kunde, wie der definitive Garten aussehen wird. Er kann sich um seine Achse drehen und durch den Garten gehen. Alles durch Vermischung der Planungsdaten mit den Kameradaten, in der sogenannten „Mixed Reality“.

Sie bieten auch ein Service-Abonnement für die Überwachung der Sensoren etc. an. Zusätzlich programmieren sie Services, die über Apple Home etc. angebunden werden können. Bei teuren Gehölzen wie Bonsai etc. werden Sensoren eingesetzt um den Gesundheitszustand zu überwachen. Auch werden Filteranlagen der Gartenteiche überwacht. Im Sommer kann der Kunde über die App die Micro-Wasser-Sprühnebel-Anlage sowie die Gartenbeleuchtung, den Rasenroboter, die Bewässerungsanlage und Gartenbeschallung steuern. Der Kunde kann von überall den Garten überwachen. Auf Wunsch wird alles vom Gartenbauer fernüberwacht, wenn der Kunde z.B. in die Ferien geht und nicht gestört werden will.

Erfolgskontrolle und lessons learned

Die neuen Besitzer sind sehr zufrieden. „Wir sparen heute in den Krankheitskosten, sind schneller und dadurch rentabler. Dies insbesondere, da wir durch die Exoskelette die Schwerlasten einfach und sicher verschieben können. Sicherlich mussten erste Kinderkrankheiten eliminiert werden, da das Verhalten unter Laborverhältnissen anders ist, aber nun funktioniert alles wie erwünscht. Wir können uns auch vorstellen, in Zukunft einen autonomen Roboter einzusetzen, der z.B. Gartenplatten von einem Ort zum anderen verschiebt, was bis jetzt von jedem Mitarbeiter nicht so gerne gemacht wurde. Zusätzlich konnten wir die Nachfrage nach einheimischen Findlingen und Flusssteine vergrössern und sind auch in diesem Bereich sehr rentabel. Also eine Win-Win Situation für alle beteiligten.“

Die Moral an der Geschicht, dieses Projekt gibt es so nicht.

Es soll aufzeigen, wie einfach es ist und helfen, auf diesem Case Ideen zu finden, anstelle uns zu winden.

Es gibt sicherlich Firmen die kommen und gehen, das konnten viele sehen.

Aber warte nicht ab, denn eines Tages wird vermutlich ein Schnellerer, Günstigerer kommen und alles ist zerronnen.

Sei daher auf der Hut und denke voraus, wie ein Pfau und nicht wie der Vogel Strauss.

Tesla, Google, Uber, BitCoin etc. zeigen, wie schnell wir die Köpfe neigen.

Passieren kann es jederzeit, daher sei für die digitale Zukunft bereit.

 

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